Text-Grafik von 1939 mit Monotype Setzmaschine

Zumindest die älteren Computeranwender unter uns kennen sicher die Bildchen, die aus Buchstaben des Computerzeichensatzes generiert wurden.

Beeindruckend, dass es bereits 1939 Setzer gab, die mit ihrer Monotype Satzmaschine Bilder aus den Textzeichen entstehen ließen. Die Monotype war, neben der Linotype eine Text-Setzmaschine, bei der anhand einer Schreibtastatur eine Textzeile eingegeben wurde, deren Buchstaben dann in der Maschine zu einer Matrize zusammengesetzt und mit flüssigem Metall ausgegossen wurden.

Wer selbst ASCI-Art erzeugen möchte, der findet im Netz zahlreiche „Generatoren“ mit denen man anhand eines Bild eine ASCI-Grafik generieren kann, z. B. hier.

Microsoft betreibt Anti-Google Merchandising

Microsoft verkauft in seinem US-Webshop Anti-Google („Don´t get Scroogled“) Merchandising-Artikel. Der Hinweis darauf, dass google mit unserem Benutzerverhalten viel Geld verdient und unser Verhalten und unsere Kommunikation hierfür analysiert ist wohl angebracht. Nur dass er gerade von Microsoft kommt erscheint etwas dubios.
Übrigens – Microsoft hat 18 Tracker in seinem Webshop laufen, welche die Aktivitäten der Besucher beobachten und analysieren. Alles klar?
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Santander Bank beglückwünscht ihre Kunden zur Preiserhöhung

Ja, vielleicht sind ja wirklich viele Kunden so dumm dass sie sich von plumpen und dreisten Texten manipulieren lassen.

Nein, selbst wenn dem so ist, dann halte ich Maßnahmen wie diejenige der Santander-Bank, die Ihren Kunden die Nachricht „Glückwunsch. Ab sofort nutzen Sie GiroStar 1 Jahr kostenfrei!“ bescherte, für unverschämt.
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Warum belügen wir unsere Kinder?

Ein Leben wie im Paradies: Tiere in unseren Kinderbüchern

Belügen Sie Ihr Kind? Die meisten Eltern werden hierauf wohl mit einem entschiedenen Nein antworten.
Aber wo fängt die Lüge an – und wo hört man besser damit auf?

Mein 2jähriger liebt Bilderbücher und Puzzles. Darauf sind glückliche Tiere zu sehen: Ein stolzer Hahn auf einem Misthaufen; Glückliche Schweine, die im Schlamm wühlen; Kühe auf einer grünen Weide; und überall glückliche Tierkinder: ob Küken, Ferkel, Lämmchen oder Kälbchen – ein wahres Tierparadies ist die schöne heile Kinderwelt!
Dass diese heile Tierwelt nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat wissen wir. Ist es dann nicht gelogen, wenn wir unseren Kindern ein Bild einer völlig anderen Welt vermitteln?

Als Eltern möchte man seinem Kind natürlich auch die lebendige Welt näher bringen, also die Tiere zum anschauen, anfassen und streicheln. Und natürlich gibt es auch ein reiches Angebot an „Bauernhöfen“ mit Gästezimmern für Familien mit Kindern.
Hier können wir für ein paar Tage einmieten  und so die Lüge der heilen Tier- und Bauernwelt fortsetzen. Wahrer wird sie dadurch nicht, denn diese „Bauernhöfe“ haben mit unserer Landwirtschaft nicht mehr zu tun als sprechende Schweine im Kinderprogramm. Schon längst bringt es mehr ein, Gästezimmer in einem Bauernhof-Disneyland an Familien aus den Städten zu vermieten, als eine tiergerechte kleinbäuerliche Landwirtschaft zu betreiben.

Sollten wir unseren Kleinen deshalb nicht lieber Kinderbücher mit Bildern aus der Massentierhaltung schenken? Mit tausenden bewegungsunfähiger Puten in dunklen Riesenhallen, Vögel die kaum noch laufen können und mit Medikamenten im Futter aufrecht erhalten werden? Oder eine Kükensortierstation an der täglich 100.000 Hähnchen aussortiert und entsorgt werden? Oder mit einem Schweinestall in dem Hunderte Schweine ihr kurzes Leben auf Beton zubringen?

Nein, ich glaube diese Bilder wären nichts für unsere Liebsten. Doch wie abgebrüht sind wir Eltern, wenn wir diese Lügen nicht nur unseren Kindern präsentieren, sondern durch unser Verhalten auch noch dafür sorgen, dass genau diese Zustände aufrecht erhalten werden? Wir Eltern sollten in dem Bewusstsein handeln, dass wir unser Verhalten eines Tages auch gegenüber unseren Kindern rechtfertigen können. Können wir das?

Was ist dran an „Lombards Investorenbrief“ und dem „European Stock Report“?

Gewinne mit Aktien durch Kursmanipulation?

Haben Sie ein Fax? Dann haben Sie sich vermutlich auch schon geärgert über Fax-Spam wie den „Lombards Investorenbrief“ oder den „European Stock Report“ und sie haben sich gefragt, was wohl dran ist an den dortigen Kursempfehlungen. Vielleicht fragen Sie sich auch warum man Ihnen diese Empfehlungen zusendet? „Was ist dran an „Lombards Investorenbrief“ und dem „European Stock Report“?“ weiterlesen

Weniger Sex, mehr Porno!

„The internet is really really great“ – for porn!

Erinnern Sie sich an Trekkie Monsters Ausspruch „for Porn“ im Musical Avenue Q mit dem er klar macht, wozu das Internet wirklich gut ist?
An diese Meinung erinnerte ich mich, als ich vor ein paar Tagen die Möglichkeiten von Google Insights zu erahnen versuchte. Insights ist geeignet um über einen definierten Zeitraum zu ermitteln wie sich die Häufigkeit bestimmter bei Google eingegebener Suchbegriffe  veränderte. So kann man z.B. gut nachvollziehen, wie sich die Bedeutung der Gelben Seiten im Verhältnis zu Google oder Facebook in den letzten 6 Jahren verändert hat. Doch wirklich beeindruckend fand ich den Vergleich der Entwicklung der Suche nach den Begriffen „sex“ und „porn“. Es scheint so, als wäre gerade JETZT der Moment erreicht, in dem weniger nach Sex als nach Porn gesucht wird.

Aber was kann man daraus schließen? Hat die Mehrheit der Internetnutzer keine Zeit mehr für Seitensprünge und Abenteuer – nur noch Zeit für den schnellen Porno zwischendurch? Oder werden die Namen der Pornoseiten so schnell vergessen, dass man immer wieder danach suchen muss? Ich weiß es nicht und ich bin kein Sexualwissenschaftler, der dieses Problem kompetent ergründen kann. Aber interessieren würden mich die Hintergründe schon.