Windows Registry Patches

Zu Zeiten früherer Windowsversionen gab es eine ganze Menge Gründe hier und da mittels Registry-Patch in das System einzugreifen. Als zufriedener Windows 7 Prof.-Kunde habe ich hierzu wenig Anlass. Beim aufräumen meiner alten Sammlung von Windows-Registry-Patches konnte ich deshalb getrost die meisten in die Tonne entsorgen. Einen Patch  finde ich allerdings weiterhin recht nützlich:

Kommandozeilenfenster im aktuellen Ordner öffnen

Dieser Patch ergänzt im Menü das erscheint wenn man mit der rechten Maustaste auf einen Ordner klickt einen Eintrag „DOS-Fenster öffnen„.

Nutzt man als „normaler“ Benutzer Windows 7, kann man einen Registry-Patch (eine reg-Datei) aus Sicherheitsgründen nicht einfach durch Anklicken installieren (wie dies noch unter Windows XP der Fall war). Abhilfe: regedit.exe als Administrator starten und den Patch über „importieren“ installieren.

Ich freue mich über Vorschläge weiterer auch unter Windows 7 nützlicher Registry-Patches als Kommentar zu diesem Beitrag.

Kostenloser Webserver im Haus unter eigener Domain

Kostenloser Webserver im Haus

Dieser Artikel beschreibt, wie man seinen eigenen Webserver (auf dem eigenen PC) von überall aus dem Internet unter einem einheitlichen Domainnamen erreichbar macht. (Dynamische Nameserverdienste konfigurieren)

Wie man einen Webserver (z.b. Apache oder Microsoft IIS oder aber auch HFS einrichtet und Webseiten einpflegt ist NICHT Gegenstand dieses Artikels. Im Folgenden geht es darum, wie man erreicht, dass der Dienst auch dann permanent aus dem Internet erreichbar ist, wenn man keine statische sondern nur eine dynamische IP hat, (z.B. als DSL-Privatkunde von Arcor oder T-Online).

Bei jeder „Einwahl“ in das Internet erhält man vom Internetprovider eine eindeutige IP. Diese wird vom Provider meist dynamisch vergeben, d.h. aus einem IP-Pool erhält man nicht immer die gleiche IP, sondern mit jeder Einwahl eine (meist) andere. Da viele Provider (z.B. Arcor) einmal innerhalb 24h eine Zwangstrennung vornehmen ist es erst mal nicht möglich einen Dienst zu betreiben (z.B. einen Webserver) der andauernd unter der gleichen IP-Adresse erreichbar bleibt.

Für die Umsetzung eines Domainnames auf die IP-Adresse ist immer ein Nameserver verantwortlich. Für jede erreichbare Domain  ist also in einem Nameserver eine IP eingetragen. Was aber, wenn man keine statische – sich nicht ändernde IP hat? Wie kann man mit trotz dynamischer IP dennoch immer unter der gleichen Adresse (Domainnamen) erreichbar sein?

Genau hierfür gibt es dynamische Nameserverdienste wie zoneedit.com oder dyndns.org.
Bei diesen Diensten handelt es sich um Nameserver, die sich aus der ferne aktualisieren lassen – denen man also aus der Ferne die gerade aktuelle IP-Adresse der Domain mitteilt. Dies ist natürlich vollautomatisch möglich, ich habe dafür das Programm ddclient verwendet. Das Paket habe ich unter Ubuntu direkt per apt-get installiert und anschließend über die /etc/ddclient.conf konfiguriert. Hilfreich während der Testphase war der Aufruf mittels

ddclient -daemon=0 -verbose

um eine umfangreiche Ausgabe auf dem Bildschirm zu erhalten.

Verschiedene Dynamische Nameserverdienste stehen kostenfrei zur Verfügung. Wobei jeder Anbieter auch seine kommerziellen Dienste vermarkten muss und deshalb nicht alles kostenfrei bietet. Bei DynDNS beispielsweise ist es derzeit nicht kostenlos möglich eigene Subdomains einzurichten. DynDNS bietet kostenlos eine Auswahl an Domainnamen z.B. WASAUCHIMMER.ath.cx. Es ist bei DynDNS nicht (kostenlos) möglich bereits vorhandene Domains einzurichten. Genau das aber geht bei zoneedit.com. Hat man schon eine Domain trägt man zunächst die Nameserver von zoneedit ein und kann dann die IP mittels ddclient (oder einem anderen Programm) aktualisieren.

Selbstverständlich kann man mit ddclient die IP-Adressen mehrerer Dynamischer Nameserverdienste mit jeweils mehreren dort registrierten Domains aktualisieren. Übrigens liefert die ddclient-Hilfe (Aufruf: ddclient -help) eine schöne Übersicht über die Protokolle und Konfiguration und die dazu gehörigen Dynamischen Nameserverdienste.

Wird der Zugang des PCs ins Internet über einen Router realisiert (also einen WLAN-Access Point oder einen Access-Point mit einem LAN-Anschluss), ist also der PC nicht direkt an das DSL-Modem angeschlossen, muss der Router so konfiguriert sein, dass er den Port (z.B. 80 für Webdienste) an die lokale IP des PCs auf dem der Webserver läuft, weiter leitet. Dieser sollte hierzu innerhalb des Netzes eine statische IP im reservierten Adressbereich für lokale Netze zugewiesen bekommen, was entweder über einen entsprechenden Eintrag im dhcp-Server oder einen manuellen Host-Eintrag möglich ist.)

Im Ergebnis erreicht man eine auffallend gute Erreichbarkeit des Inhouse-Servers. Und die Performance ist gar nicht mal so schlecht, wenn es z.B. darum geht Webseiten aufzurufen. Wer hingegen große Dateien von dem Hausserver herunterladen will, der wird schnell an die Grenzen des DSL-Anschlusses stoßen, denn der Zugriff von außen stellt ja einen UPLOAD des DSL-Zuganges dar, folglich gilt hier nicht die schnelle, Download, sondern die meist deutlich langsamere Uploadgeschwindigkeit des DSL-Zuganges. Aber was solls, warten muss man in diesem Fall ja nicht selbst, sondern der andere 😉

Lektüretipps:

Getunnelte VNC-Verbindung per SSH (putty) aufbauen

Mein häuslicher Linux-Server (Ubuntu LTS) führt ein beschauliches Dasein: mysql, Apache, Samba,  Mailserver – aber so gut wie keine Nutzer. Verwaltet habe ich ihn bisher über eine SSH oder eben direkt an der Konsole. Schon lange hatte ich vor per VNC den XFCE4-Desktop auch aus der Ferne bedienbar zu machen. Heute machte ich mich mal an die Arbeit und nachdem es nun halbwegs läuft dokumentiere ich die Ergebnisse – nützlich für mich selbst – und vielleicht auch für andere.


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Meine liebste Fehlermeldung

Ein Fehler der vom AVS Mobile-Uploader nicht unterstützt wird.

Wer kennt sie nicht die Fehlermeldungen, mit denen uns unsere Software mitteilt, dass etwas nicht funktioniert. Fehler gibt es nicht erst seit es Computer gibt. Aber seitdem gibt es sie die schönen Fehlermeldungen, die unseren Alltag etwas Abwechslung bescheren. Meine liebsten Fehlermeldungen sammle ich hier.

Die Idee Fehlermeldungen zu sammeln ist nicht neu, es gibt gab sogar ein eigenes Museum für Fehlermeldungen, das Museum Of Faulty Error Messages (Museum für falsche Fehlermeldungen) von Andreas Neudecker existiert bereits seit 1999. Eine tolle Sache, die in jedem Fall einen Besuch wert ist, auch wenn Andreas in den letzten Jahren wohl etwas wenig Zeit für die Pflege und Erweiterung seiner Sammlung investieren konnte. war.