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Kostenloser Webserver im Haus unter eigener Domain

Kos­ten­lo­ser Web­ser­ver im Haus

Die­ser Arti­kel beschreibt, wie man sei­nen eige­nen Web­ser­ver (auf dem eige­nen PC) von über­all aus dem Inter­net unter einem ein­heit­li­chen Domain­na­men erreich­bar macht. (Dyna­mi­sche Name­ser­ver­dienste konfigurieren)

Wie man einen Web­ser­ver (z.b. Apa­che oder Micro­soft IIS oder aber auch HFS ein­rich­tet und Web­sei­ten ein­pflegt ist NICHT Gegen­stand die­ses Arti­kels. Im Fol­gen­den geht es darum, wie man erreicht, dass der Dienst auch dann per­ma­nent aus dem Inter­net erreich­bar ist, wenn man keine sta­ti­sche son­dern nur eine dyna­mi­sche IP hat, (z.B. als DSL-Privatkunde von Arcor oder T-Online).

Bei jeder „Ein­wahl“ in das Inter­net erhält man vom Inter­net­pro­vi­der eine ein­deu­tige IP. Diese wird vom Pro­vi­der meist dyna­misch ver­ge­ben, d.h. aus einem IP-Pool erhält man nicht immer die glei­che IP, son­dern mit jeder Ein­wahl eine (meist) andere. Da viele Pro­vi­der (z.B. Arcor) ein­mal inner­halb 24h eine Zwangs­t­ren­nung vor­neh­men ist es erst mal nicht mög­lich einen Dienst zu betrei­ben (z.B. einen Web­ser­ver) der andau­ernd unter der glei­chen IP-Adresse erreich­bar bleibt.

Für die Umset­zung eines Domain­na­mes auf die IP-Adresse ist immer ein Name­ser­ver ver­ant­wort­lich. Für jede erreich­bare Domain ist also in einem Name­ser­ver eine IP ein­ge­tra­gen. Was aber, wenn man keine sta­ti­sche — sich nicht ändernde IP hat? Wie kann man mit trotz dyna­mi­scher IP den­noch immer unter der glei­chen Adresse (Domain­na­men) erreich­bar sein?

Genau hier­für gibt es dyna­mi­sche Name­ser­ver­dienste wie zoneedit.com oder dyndns.org.
Bei die­sen Diens­ten han­delt es sich um Name­ser­ver, die sich aus der ferne aktua­li­sie­ren las­sen — denen man also aus der Ferne die gerade aktu­elle IP-Adresse der Domain mit­teilt. Dies ist natür­lich voll­au­to­ma­tisch mög­lich, ich habe dafür das Pro­gramm ddcli­ent ver­wen­det. Das Paket habe ich unter Ubuntu direkt per apt-get instal­liert und anschlie­ßend über die /etc/ddclient.conf kon­fi­gu­riert. Hilf­reich wäh­rend der Test­phase war der Auf­ruf mittels

ddclient -daemon=0 -verbose

um eine umfang­rei­che Aus­gabe auf dem Bild­schirm zu erhalten.

Ver­schie­dene Dyna­mi­sche Name­ser­ver­dienste ste­hen kos­ten­frei zur Ver­fü­gung. Wobei jeder Anbie­ter auch seine kom­mer­zi­el­len Dienste ver­mark­ten muss und des­halb nicht alles kos­ten­frei bie­tet. Bei DynDNS bei­spiels­weise ist es der­zeit nicht kos­ten­los mög­lich eigene Sub­do­mains ein­zu­rich­ten. DynDNS bie­tet kos­ten­los eine Aus­wahl an Domain­na­men z.B. WASAUCHIMMER.ath.cx. Es ist bei DynDNS nicht (kos­ten­los) mög­lich bereits vor­han­dene Domains ein­zu­rich­ten. Genau das aber geht bei zoneedit.com. Hat man schon eine Domain trägt man zunächst die Name­ser­ver von zonee­dit ein und kann dann die IP mit­tels ddcli­ent (oder einem ande­ren Pro­gramm) aktualisieren.

Selbst­ver­ständ­lich kann man mit ddcli­ent die IP-Adressen meh­re­rer Dyna­mi­scher Name­ser­ver­dienste mit jeweils meh­re­ren dort regis­trier­ten Domains aktua­li­sie­ren. Übri­gens lie­fert die ddclient-Hilfe (Auf­ruf: ddcli­ent –help) eine schöne Über­sicht über die Pro­to­kolle und Kon­fi­gu­ra­tion und die dazu gehö­ri­gen Dyna­mi­schen Nameserverdienste.

Wird der Zugang des PCs ins Inter­net über einen Rou­ter rea­li­siert (also einen WLAN-Access Point oder einen Access-Point mit einem LAN-Anschluss), ist also der PC nicht direkt an das DSL-Modem ange­schlos­sen, muss der Rou­ter so kon­fi­gu­riert sein, dass er den Port (z.B. 80 für Web­dienste) an die lokale IP des PCs auf dem der Web­ser­ver läuft, wei­ter lei­tet. Die­ser sollte hierzu inner­halb des Net­zes eine sta­ti­sche IP im reser­vier­ten Adress­be­reich für lokale Netze zuge­wie­sen bekom­men, was ent­we­der über einen ent­spre­chen­den Ein­trag im dhcp-Server oder einen manu­el­len Host-Eintrag mög­lich ist.)

Im Ergeb­nis erreicht man eine auf­fal­lend gute Erreich­bar­keit des Inhouse-Servers. Und die Per­for­mance ist gar nicht mal so schlecht, wenn es z.B. darum geht Web­sei­ten auf­zu­ru­fen. Wer hin­ge­gen große Dateien von dem Haus­ser­ver her­un­ter­la­den will, der wird schnell an die Gren­zen des DSL-Anschlusses sto­ßen, denn der Zugriff von außen stellt ja einen UPLOAD des DSL-Zuganges dar, folg­lich gilt hier nicht die schnelle, Down­load, son­dern die meist deut­lich lang­sa­mere Upload­ge­schwin­dig­keit des DSL-Zuganges. Aber was solls, war­ten muss man in die­sem Fall ja nicht selbst, son­dern der andere ;-)

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